Einspeisevergütung 2026: Eigenverbrauch wird wichtiger als Volleinspeisung

Photovoltaik News · 28. Mai 2026

Einspeisevergütung 2026: Eigenverbrauch wird wichtiger als Volleinspeisung

Die Bundesnetzagentur hat die EEG-Fördersätze für PV-Anlagen mit Inbetriebnahme zwischen 1. Februar und 31. Juli 2026 veröffentlicht. Für viele Hausbesitzer bleibt der Eigenverbrauch der stärkere Hebel.

Die Bundesnetzagentur veröffentlicht regelmäßig die aktuellen EEG-Fördersätze für Photovoltaikanlagen. Für Anlagen auf Gebäuden und Lärmschutzwänden mit Inbetriebnahme vom 1. Februar 2026 bis 31. Juli 2026 gelten bei Anlagen bis 100 kW unterschiedliche Werte für Teileinspeisung und Volleinspeisung.

Für typische private Anlagen bis 10 kW nennt die Bundesnetzagentur 7,78 Cent pro Kilowattstunde bei Teileinspeisung und 12,34 Cent pro Kilowattstunde bei Volleinspeisung. Für größere Leistungsbereiche sinken die Sätze. Bis 40 kW liegen die Werte bei 6,73 Cent für Teileinspeisung und 10,35 Cent für Volleinspeisung. Bis 100 kW sind es 5,50 Cent bzw. 10,35 Cent.

Das klingt technisch, ist aber für Eigentümer sehr praktisch relevant: Die Einspeisevergütung ist planbar, aber sie ist nicht der einzige und oft nicht der wichtigste Wirtschaftlichkeitsfaktor.

Teileinspeisung oder Volleinspeisung?

Bei der Teileinspeisung nutzt der Haushalt einen Teil des Solarstroms selbst und speist den Rest ins Netz ein. Bei der Volleinspeisung wird der erzeugte Strom vollständig eingespeist. Dafür gibt es höhere Fördersätze.

Für viele Einfamilienhäuser ist die Teileinspeisung trotzdem attraktiver, weil selbst genutzter Solarstrom Netzstrom ersetzt. Wer für Strom aus dem Netz deutlich mehr zahlt als er für eingespeisten Strom erhält, hat durch Eigenverbrauch einen starken Vorteil. Das gilt besonders bei Haushalten mit Wärmepumpe, E-Auto, Speicher oder hohem Tagesverbrauch.

Volleinspeisung kann interessant sein, wenn ein Dach sehr groß ist und im Gebäude wenig Strom verbraucht wird. Sie kann auch bei Nebengebäuden oder bestimmten Gewerbedächern sinnvoll sein. Das muss aber projektspezifisch gerechnet werden.

Warum politische Diskussionen den Eigenverbrauch wichtiger machen

In den vergangenen Monaten wurde wiederholt über Änderungen bei der Solarförderung diskutiert. Für neue Anlagen ab 2027 standen Modelle im Raum, bei denen die klassische Einspeisevergütung für kleinere Dachanlagen verändert oder abgeschafft werden könnte. Zum Redaktionsstand dieses Artikels war entscheidend: Solche Pläne waren politisch diskutiert, aber noch nicht als endgültige Neuregelung für alle Fälle umzusetzen.

Für die Planung ergibt sich trotzdem eine klare Konsequenz: Eine PV-Anlage sollte nicht nur darauf ausgelegt sein, möglichst viel Strom einzuspeisen. Robuster ist eine Anlage, die den Eigenverbrauch maximiert und flexibel bleibt.

Die vier Hebel für mehr Eigenverbrauch

  1. Anlagengröße passend wählen: Nicht jedes Dach muss bis zur letzten Reihe belegt werden. Manchmal ist maximale Belegung sinnvoll, manchmal eine ausgewogene Lösung.
  1. Batteriespeicher sinnvoll dimensionieren: Der Speicher sollte zu den Überschüssen und zum Abendverbrauch passen. Zu groß ist nicht automatisch besser.
  1. Wallbox integrieren: Ein E-Auto kann tagsüber erhebliche Mengen Solarstrom aufnehmen. Überschussladen erhöht den Eigenverbrauch deutlich.
  1. Wärmepumpe und Energiemanagement einplanen: Wer elektrisch heizt oder später umrüsten will, sollte die PV-Anlage darauf vorbereiten.

Was bedeutet das für deine Anlage?

Die richtige Strategie hängt vom Gebäude ab. Ein Haushalt mit 4.000 kWh Jahresverbrauch, Süddach und Speicher hat andere Kennzahlen als ein Betrieb mit Tagesverbrauch, Flachdach und mehreren Fahrzeugen. Deshalb sollte ein Angebot nicht nur aus Modulanzahl und Gesamtpreis bestehen. Es braucht eine klare Wirtschaftlichkeitsrechnung mit Eigenverbrauchsanteil, Einspeisung, Speicheroption und realistischem Ertrag.

Bei Kuczinski Solar wird die Anlage vor Ort geplant. Dazu gehören Dach, Verbrauch, Elektroinstallation, Zählerschrank, Speicher und Wallbox. Ziel ist kein Standardpaket, sondern eine Lösung, die langfristig zur Nutzung passt.

Fazit

Die Einspeisevergütung bleibt 2026 ein wichtiger Baustein. Für viele Hausbesitzer ist aber der Eigenverbrauch der entscheidende wirtschaftliche Hebel. Wer die Anlage nur nach Vergütungssätzen bewertet, sieht nicht das ganze Bild.

Unsere Empfehlung: Plane PV 2026 so, dass du möglichst viel eigenen Strom sinnvoll nutzen kannst – mit Speicher, Wallbox und einer Elektroinstallation, die Erweiterungen zulässt.

Beratung anfragen: Wir erstellen ein individuelles Festpreis-Angebot und zeigen, welche Variante für dein Dach sinnvoll ist: Teileinspeisung, Speicherlösung, Wallbox oder in bestimmten Fällen auch Volleinspeisung.

Was bedeutet das für dein Dach?

Wir prüfen vor Ort, welche PV-Leistung, Speichergröße, Wallbox und Finanzierung zu deinem Objekt passen. Kostenlos, unverbindlich und mit ehrlicher Einschätzung.

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Quellen & Redaktionsstand
  • Bundesnetzagentur, „EEG-Förderung und -Fördersätze“, Fördersätze für Solaranlagen mit Inbetriebnahme 01.02.2026 bis 31.07.2026.
  • Finanztip, „Photovoltaik: Kosten, Förderung und Wirtschaftlichkeit“, laufend aktualisiert.
  • Solarserver, Berichterstattung zum BMWE-Entwurf einer EEG-Reform, 27.02.2026.

Redaktionsstand: 1. Juni 2026. Förderbedingungen können sich ändern; maßgeblich ist der Stand zum Zeitpunkt der Inbetriebnahme.

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